Eigentlich wollte ich der CeBIT dieses Jahr fernbleiben, aber meine Freundin bat mich, sie zu begleiten. Die Anreise per Bahn gestaltete sich aber schon etwas schwierig. Ich fahr sehr selten mit der Bahn und dann erwischt es ausgerechnet mich: Wegen technischer Probleme fährt der Zug nur mit 120 km/h weiter. Bei einer geplanten Fahrzeit von etwa 1:40 h kamen dann noch einmal 50 Minuten Verspätung dazu. Damit war natürlich der erste Termin geplatzt.
Das Hauptziel war dieses Jahr die Webciety in Halle 6. Als erstes sah ich mir dort “Die Zukunft der sozialen Netzwerke” an. Anwesend waren Vertreter von MySpace, Xing und den VZnet Netzwerken. Besonders Herr Riedl von VZ tat sich hier als Google- und Facebook-Basher hervor. Er konnte nicht oft genug betonen, wie schwer es ein deutsches Netzwerk hat, aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen in Deutschland, mit anderen Netzwerken zu konkurrieren. Von einem Netzwerk, das bisher hauptsächlich durch Kopie statt Innovation aufgefallen ist, klang das nur erbärmlich. Mit Neuheiten wollte leider keiner der Anwesenden rausrücken. Mobile Nutzung der sozialen Netzwerke wurde zwar genannt, ist für mich aber nicht wirklich Zukunft.
Einen “Zwischenfall” hab ich leider nicht mitbekommen. Die Firma ABAS Software AG machte regen Gebrauch der Twitterwall der Webciety. Viele der Anwesenden fühlten sich zurecht von dieser Werbung genervt und veranstalteten einen spontanen Flashmob am ABAS Messestand. Mehr Informationen gibt es bei besser2.0.
Google war diesmal das erste Mal mit eigenem Stand vertreten und nutzte diesen hauptsächlich, um Werbung für das vielkritisierte “Street View”.
Insgesamt war ich mal wieder enttäuscht von der Messe. Wenig wirkliche Neuheiten. Weniger Aussteller auf weniger Ausstellerfläche mit der gleichbleibenden Masse an Taschensammlern. Wenig wirklich interessante Neuheiten (jedenfalls welche, die mich interessieren). Für das Wetter konnte die CeBIT aber nix ;)
Zum Abschluss noch ein kleines Highlight: Der Wasserfall von T-Systems.